Ende 2009 gründeten sich die Rolling Devils als Abteilung des 1. FC Kaiserslautern.
Da es in der Region Kaiserslautern noch kein Angebot für Rollstuhlfahrer gab, war das Interesse sehr groß.
Sascha Gergele war die treibende Kraft. Er ebnete den Weg für die Voraussetzungen des Rollstuhlbasketballs in Kaiserslautern über den FCK Basketball – Abteilungsleiter Matthias Lettermann. Der FCK nahm die Rollstuhlbasketballgruppe auf, die heute als „Rolling Devils” bekannt sind.
Nach einer überragenden Saison steigen die Rolling Devils souverän ohne Verlustpunkte in die 2. Bundesliga Süd auf. Vor über 500 Zuschauern konnten sie im letzten Saisonspiel gegen die Lux Rollers mit 78:37 überzeugen und den Aufstieg besiegeln. Im Pokal kamen die Devils bis ins Viertelfinale gegen den Erstligisten „Mainhatten Skywheelers“, gegen die sie knapp unterlagen.
Die Stützen des Teams sind die ehemaligen Nationalspieler Sascha Gergele, Sebastian Spitznagel und Klaus Weber sowie die ehem. Nationaltrainerin Christa Weber. Diese Vier wurden mit der SGK Heidelberg 2003 Deutscher Meister.
Eine kurze Spielbeschreibung
Gespielt wird auf einem gewöhnlichen Basketballspielfeld mit normaler Korbhöhe von 3,05 m. Jedes Team besteht aus fünf Feld- und bis zu sieben Ersatzspielern. Gespielt wird 4x10 Minuten. Es gibt zwei 2-minütige und eine 15-minütige Pause zur Halbzeit. Treffer werden wie beim normalen Basketball folgendermaßen gewertet:
• Ein Treffer bei einem Freiwurf zählt einen Punkt.
• Ein Treffer innerhalb der Dreipunktelinie zählt zwei Punkte.
• Ein Treffer außerhalb der Dreipunktelinie zählt drei Punkte.
Wie auch beim „normalen“ Basketball müssen die Spieler beim Rollstuhlbasketball dribbeln, wenn sie den Ball haben. Zieht ein Spieler mehr als zweimal am Greifring ohne zu dribbeln, dann gilt dies als „Schubfehler“ (Schrittfehler). Außerdem ist es dem Spieler nicht erlaubt, während des Spieles die Spielfläche mit seinen Füßen zu berühren. Ein Angriff dauert maximal 24 Sekunden. Der Ball muss binnen 8 Sekunden in der anderen Feldhälfte sein und auch die 3 Sekundenregel (der Spieler darf nicht länger als 3 Sekunden in der gegnerischen Zone bleiben) gilt wie beim herkömmlichen Basketball.
Das Klassifizierungssystem / 14,5 Punkte Reglung
Das Team auf dem Spielfeld setzt sich zusammen aus Spielern mit verschiedenen Behinderungen. Auch Nichtbehinderte und Minimalbehinderte dürfen im Ligabetrieb mitspielen und benutzen den Basketballrollstuhl als reines Sportgerät. Damit Spieler aller Behinderungen optimal eingesetzt werden gibt es eine „Klassifizierung für Rollstuhlbasketball“. Das bedeutet, ein Team hat auf dem Spielfeld für 5 Spieler insgesamt 14,5 Punkte zur Verfügung. Somit wird Chancengleichheit unter den Teams erreicht. Jeder Spieler wird je nach Schwere des Handicaps klassifiziert von 1 Punkt (starkes Handicap) bis 4,5 Punkte (Nichbehindert/Minimalbehindert).